Mir hüpft jedes mal das Herz, wenn sich jemand in heutiger Zeit als Regisseur dazu entschließt auf den Schwarzweißfilm zurückzugreifen. Die bemerkenswertesten Beispiel des letzten Jahres sind Das Weisse Band von Haneke, bei dem sich das Element perfekt zur schonungslos klaren Kamera von Christian Berger gesellt, oder die epochalerotische Stummfilmszene unterlegt mit einer Händel-Arie, mit der Lars von Trier dem Zuschauer im Antichrist gleich von Anfang an zeigt, auf was er sich da letztendlich eingelassen hat.
Im Gegensatz dazu und schon etwas älter benutzt Coppola 83 in seinem Film Rumble Fish Schwarzweißfilm, um den Zuschauer in einen sonderbare Welt zu versetzen, in der es um Geschwisterliebe, Messerstechereien und Alkoholismus geht. Es geht um Helden. Männer, die sich auf ihr Motorrad setzen und einfach die Straße Richtung Westen fahren, um dann Jahre später wieder zurückzukommen. Dann erzählen sie von Los Angeles und der Wüste.
itsbetterinthewind.com erzählt viel mehr als die Geschichte von ein paar Freunden mit Motorrädern in Fotos. Wunderschöne Fotos, die im Gegensatz zu Rumble Fish weniger Expressionismus, aber dafür mehr Country enthalten. Sie wollen ein Essay sein.

It’s Better In The Wind - Video Trailer 2 from Scott Toepfer on Vimeo.
Bei den Bildern von Lynn Palewicz braucht es immer erst einen Moment der Orientierung, der meist mit der Frage zu tun hat, welche Körperstelle sich einem da irgendwo zwischen Tattoo und gedankenloser Zeichnung präsentiert.


Da stolper ich des Morgens schlaftrunken durchs Internet und werde von der isländischen Band Múm aufgefangen. [flickr und vimeo]

© Nicole Matzke
Unser Hunger kennt keine Grenzen, genauso wenig wie die Wut in unserem Bauch. Wir wollen ihn stillen, aber nach jedem Bissen wird das Loch größer. Wir sind nicht mutig, nur haltlos. Unsere Haut ist mit der Zeit steingleich geworden, aber unser Herz bleibt verletztlich. Unser Antrieb ist der Appetit nach Genugtuung. Wir fressen Bonzen…
Bald werden nie geträumte Legoträume wahr…


Anfang 1949 entstand Picassos wunderbare Serie ‘Flashlight Centaur’, die vom LIFE Photographen Gjon Mili eingefangen wurden. [LIFE via notcot]

Dina Goldstein stellt den typischen Schlusssatz eines Märchens um - sie fragt “Und wenn sie nicht gestorben sind…WIE leben sie dann heute?”. Die Disneyprinzessinnen sind unschwer zu erkennen, aber ihre Umgebung ist neu. Gefangen im Märchen, das schon längst keines mehr ist.
Und als ihr das Endprodukt nicht gefällt, gibt sie an, während des Tätowierens geschlafen zu haben und dass sie doch eigentlich nur drei Sterne haben wollte, anstatt 56 und verklagt kurzerhand den Tätowierer. Leute gibts, die gibts gar nicht…
Die ganze Geschichte könnt ihr bei der Daily Mail nachlesen.

Im Jahre 1987 waren meine Eltern im Kino; sie sahen sich Down By Law an. Am nächstenTag wurde ich geboren. Das war mein erster Kinofilm, sage ich gerne, auch wenn es natürlich eigentlich nicht stimmt. Aber es hört sich gut an, und Jarmusch ist eben Jarmusch.
Hier gibt es eine sehr nette Einführung in das Gesamtwerk des Regisseurs. Ja, natürlich ist für Kenner nichts wirklich Neues dabei, aber ich finde, das Schöne daran ist, dass alles prinzipiell Wichtige gesagt wird. Und die Reihung entlang der Eignung als Einstiegsfilm gefällt mir. Zum aktuellen Film Jarmuschs, The Limits Of Control, in Deutschland zum 28.05.09 angelaufen, wird nichts gesagt, so neu ist das Portrait dann auch wieder nicht. Aber vielleicht kann es ja als Appetizer fungieren…

Es scheint so als hätten White Rabbits mit Andrew Droz Palermo nicht nur einen begabten Bandfotographen gefunden, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat den Werdegang der Band zu dokumentieren, sondern zudem noch jemanden, der in der Lage ist, beeindruckende Videos zu drehen. So geschehen bei “Percussion Gun”, der ersten Singleauskopplung aus dem neuen Album “It’s Frightening”, das man sich auf der Myspace-Seite der Band in voller Länge anhören kann. Bei Gefallen einfach mal rüber zu RCRDLBL huschen und den Song umsonst runterladen.
Video nach dem Klick.


