Eindruck: Bloc Party - Intimacy

Betitelt “Intimacy”, enthält der Vorabdownload des dritten Bloc Party Albums 9 neue Songs, plus die schon vorher veröffentlichte Single “Mercury”.
Problem-Präambel:
Nach einem Debut wie “Silent Alarm” wird der Schatten, welcher sich über jede neue Veröffentlichung der Band legt, immer ihr eigener sein.
Diese These wird gleichzeitig durch die Entscheidung gestützt, dass man für das dritte Album nicht nur Jacknife Lee, welcher sich für “A Weekend in the City” verantwortlich zeigt, sondern auch Paul Epworth, dem man “Silent Alarm” zu verdanken hat, als Produzenten engagierte. Es drängt sich einem der Eindruck auf, dass man weiter nach vorne will, aber in gleichem Maße die Entscheidung gefasst hat an das Vergangene anzuschließen. Und genau so hört es sich auch an, denn Intimacy kommt wie ein Hybrid daher. Da mischt sich die ausufernde Epik afrikanischer Männerchöre mit einem Teil der eingängigen Reduziertheit, welche das Debut so besonders machte. Im gleichem Maße hat man es sich allerdings nicht nehmen lassen den elektronischen Anteil weiter zu verstärken.
Als Fazit nach den ersten Hördurchgängen kann man festhalten, dass die Forcierung von Reminiszenzen und die Adaption von elektronischen Einflüssen vielleicht genügen ein stabiles Album zu produzieren, allerdings geht die Rechnung nicht auf, wenn man “Intimacy” als Versuch sieht etwas so gutes zu schaffen, wie das Debut. In so einem Falle reicht es nämlich nicht aus, sich allein auf die Nostalgie zu verlassen.
